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Finanzlexikon

Finanzbegriffe schnell und leicht erklärt.

Aktien

Die Aktie ist ein Finanzierungsinstrument für die Kapitalgesellschaften der Aktiengesellschaft (AG), Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) oder Europäischen Gesellschaft (SE). Mit ihm können sich diese Rechtsformen Eigenkapital beschaffen, indem sie Aktien auf dem Aktienmarkt an Anleger veräußern. Die Anleger (dann Aktionäre) erhalten mit der Aktie ein Wertpapier, das verschiedene Rechte (z.B. Stimmrecht) und Pflichten verbrieft. Der Aktionär ist Miteigentümer der Kapitalgesellschaft. Er partizipiert an den Gewinnen des Unternehmens durch Dividendenzahlungen und durch steigende Aktienkurse. Im Konkursfall verliert er sein eingesetztes Kapital.

Anleihe

Eine Anleihe (auch festverzinsliches Wertpapier, Rentenpapier, Schuldverschreibung oder Obligation, englisch Bond) ist ein verzinstes Wertpapier, welches dem Herausgeber oder Emittent (Schuldner) zur Fremdfinanzierung dient. Der Anleger erhält mit der Anleihe das Recht auf Rückzahlung zum Laufzeitende sowie auf Zahlung der vereinbarter Zinsen während der Laufzeit. Der Anleger, welcher die Anleihe erworben hat, hat die Rechtsstellung eines Gläubigers.

Diversifikation

Diversifikation bei Geldanlagen
Der Anleger kann bei der Kapitalanlage diversifizieren, indem er sein Vermögen nicht in ein einziges Finanzprodukt investiert, sondern auf unterschiedliche Finanzprodukte mit unterschiedlichen Anlageschwerpunkten verteilt. Hintergrund dieser verbreiteten Anlagestrategie ist die Reduzierung von Wertschwankungen. Die so gewonnene Vermögensstruktur weist insgesamt ein geringeres Risiko auf als die jeweiligen Einzelpapiere. Voraussetzung hierfür ist, dass die hierfür kombinierten Finanzprodukte einen unterschiedlichen Anlageschwerpunkt haben.

Einlagensicherung

Was ist Einlagensicherung?
Falls ein Institut nicht in der Lage ist, Einlagen seiner Kunden zurückzuzahlen, sind die Rückzahlungsansprüche in gewissem Umfang durch die Einlagensicherung abgesichert.

Welche Gelder sind durch die Einlagensicherungssysteme gesetzlich geschützt?
Geschützt werden Kundeneinlagen. Gesetzliche geschützte Einlagen sind Kontoguthaben einschließlich Festgeld und Spareinlagen. Als Einlagen gelten auch Verbindlichkeiten aus Wertpapiergeschäften einer Bank, sofern die Verbindlichkeiten der Bank darin bestehen, den Kunden Besitz oder Eigentum an Geld zu verschaffen.

Bezieht sich der Einlagensicherungsschutz auch auf Wertpapiere?
Wertpapiere (auch Investmentfondsanteile) sind keine Einlagen. Sie stehen vielmehr im Eigentum des Kunden und werden für diesen von der Bank nur verwahrt. Bestände in Wertpapierdepots können daher auch im Insolvenzfall auf andere Institute übertragen werden, wenn sie nicht als Sicherheit für Forderungen der betroffenen Bank gegen den Kunden (Kreditsicherheit) dienen. Ein besonderer Schutz ist deshalb nicht erforderlich.

Welchen Schutz bietet das Einlagensicherungsgesetz?
Alle Banken sind nach dem Einlagensicherungsgesetz verpflichtet, ihre Einlagen durch Zugehörigkeit zu einer gesetzlichen Entschädigungseinrichtung oder durch ein amtlich anerkanntes institutsbezogenes Sicherungssystem zu sichern. Die Mitgliedschaft in einem dieser Einlagensicherungssysteme ist Voraussetzung dafür, dass ein Institut zum Geschäftsbetrieb zugelassen wird. Die Einlagensicherung nach dem Einlagensicherungsgesetz garantiert dem Kunden, dass seine Einlagen pro Institut bis zu einem Betrag von 100.000 € geschützt sind.

Welchen Schutz bietet die freiwillige Einlagensicherung und welche Institute gehören ihr an?Zusätzlich zur gesetzlichen Einlagensicherung und Anlegerentschädigung haben viele Institute (private und öffentliche Banken) freiwillige Regelungen zur Sicherung von Einlagen und Verbindlichkeiten aus Wertpapiergeschäften getroffen, die eine Absicherung der Kundengelder über den gesetzlichen Mindestrahmen hinaus anstreben. Es gibt bei den freiwilligen Einlagensicherungseinrichtungen jedoch keinen Rechtsanspruch auf eine Entschädigung und sie unterliegen auch nicht der Aufsicht der BaFin.

Welcher Personenkreis ist abgesichert?
Die Einlagen von Privatkunden, Personen- und Kapitalgesellschaften sind nach dem Einlagensicherungsgesetz geschützt. Nicht gesetzlich geschützt sind u.a. die Einlagen institutioneller Kunden, wie beispielsweise die Einlagen von Kreditinstituten, Finanzdienstleistern, Versicherungen, Kapitalanlagegesellschaften sowie Einlagen der öffentlichen Hand. Ein Auflistung nicht entschädigungsfähiger Einlagen, zumeist Einlagen von institutionellen Anlegern, findet sich in § 6 Einlagensicherungsgesetz (EinSiG).

Quelle: Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin)

Emittentenrisiko

Das Emittentenrisiko besteht aus der Gefahr, dass der Emittent, also der Herausgeber des Wertpapieres, den eingegangenen finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen kann. Dies kann bei Anleihen oder Zertifikaten in einer Stundung, einer nur teilweisen Zinsleistung oder nur teilweisen Rückzahlung zum Laufzeitende bestehen, schlimmstenfalls aber einen Totalausfall für den Anleger zur Folge haben. Entsprechend besteht bei Aktien ein Insolvenzrisiko, das sowohl einen Dividenden-Ausfall, einen drastischen Kursverfall oder gar einen Totalausfall für den Aktionär bedeuten kann.

ESG

Unter ethischem Investment versteht man Geldanlagen, die neben den wirtschaftlichen Anlagezielen auch ethische bzw. nachhaltige Wertvorstellungen des Anlegers berücksichtigen. Bei nachhaltigen Geldanlagen wird für die drei Nachhaltigkeitskriterien die Kurzbezeichnung ESG verwendet – nach den englischen Begriffen Environment (E), Social (S), Governance (G). Der ESG-Ansatz hat sich in der Finanzbranche zur Abgrenzung Nachhaltiger Geldanlagen als Standard entwickelt.

Quelle: Auszug Wikipedia

ETF

Ein ETF (engl.: „Exchange Traded Fund”) ist ein börsengehandelter Indexfonds, der die Wertentwicklung eines Index, wie beispielsweise des DAX (deutscher Aktienindex mit den 30 größten deutschen Aktiengesellschaften), abbildet. Anders als bei aktiven Investmentfonds entscheidet hier kein Fondsmanager über die Zusammenstellung des Fonds. Somit sind ETFs preiswerter als aktive Investmentfonds. ETFs ermöglichen es dem Anleger, mit einem Wertpapier kostengünstig und breit gestreut in ganze Märkte zu investieren.

High Watermark-Methode

Die High Watermark-Methode beschreibt ein Prinzip, das bei der Berechnung von erfolgsabhängigen Gebühren zur Anwendung kommt. Als High Watermark (dt.: Höchststand, eigentlich: Hochwasser), gilt dabei zumeist das bis dato beste Ergebnis. Dieses Ergebnis wird dann zur Messlatte für die künftige Arbeit des Vermögensverwalters oder Fondsmanagers. Bleibt der Wert des Vermögens oder eines Fondsanteils unterhalb der Marke, erhält die Gesellschaft keine erfolgsabhängige Gebühr vom Anleger. Erst wenn die alten Höchstkurse wieder erreicht wurden und die Rendite anschließend weiter steigt, fließt wieder eine erfolgsabhängige Vergütung.

Die High Watermark-Methode kann auch genutzt werden, um mögliche Verluste aus dem Vorjahr mit Gewinnen des laufenden Jahres zu verrechnen. Hat ein Vermögensverwalter oder Fonds im Jahr zuvor beispielsweise 20 % seines Wertes eingebüßt, so müssen die Verwalter oder Manager im aktuellen Jahr zunächst einmal einen entsprechenden Gewinn erwirtschaften. Erst nach dieser Kompensation gilt dann die Gewinnzone als erreicht, weshalb auch erst für ab diesem Zeitpunkt entstehende Gewinne eine erfolgsabhängige Vergütung zu zahlen ist.

Die Anwendung der High Watermark-Methode sorgt also für ein Höchstmaß an Übereinstimmungen der Interessen des Anlegers mit jenen des Vermögensverwalters oder Fondsanbieters. Beide verdienen nur dann Geld, wenn das Vermögen oder der Fonds erfolgreich gemanagt wird. Investoren können zudem sicher sein, dass ein Vermögensverwalter oder eine Fondsgesellschaft große Anstrengungen unternehmen wird, um möglicherweise aufgelaufene Verluste rasch auszugleichen.

Investmentfonds

Ein Investmentfonds ist ein Fonds, der das Investmentvermögen (Sondervermögen) verwaltet, das eine Investmentgesellschaft nach ihren Vertragsbedingungen für Anleger investiert hat. Die Auswahl der Wertpapiere übernimmt das Fondsmanagement für den Anleger. Man unterscheidet je nach Zusammensetzung des Fonds zwischen Aktien-, Renten-, Immobilien- oder Mischfonds.

Sondervermögen

Ein Sondervermögen ist eine nicht rechtsfähige Vermögensmasse, dem eine eigene Rechtspersönlichkeit fehlt und das deshalb selbst keine Rechte und Pflichten eingeht. Das Sondervermögen ist nicht organfähig. Sondervermögen ist vom Vermögen der Investmentgesellschaft getrennt zu verwalten und zu bilanzieren. Eine Insolvenz der Investmentgesellschaft schlägt nicht auf das Sondervermögen durch, so dass voller Anlegerschutz besteht.

Investmentfonds und ETF´s sind Sondervermögen. Sie genießen somit einen sehr hohen Anlegerschutz.

Nicht erst in der Finanz- und Bankenkrise der Jahre 2008 und 2009 hat sich gezeigt, dass man als Privatinvestor auch bei sehr etablierten und seriösen Banken schlechte Erfahrungen machen kann, wenn diese in die Insolvenz geraten. In diesem Fall kann das Vermögen des Anlegers schnell verloren sein, wenn Gläubiger der Banken ihre offenen Forderungen aus dem Anlegervermögen befriedigen wollen. Das Vermögen der Gesellschaft sollte deshalb unbedingt von den angelegten Geldern der Investoren getrennt sein, so dass es nicht zur Befriedigung von Schulden verwendet werden kann. Durch das Sondervermögen ist diese Forderung erfüllt.

Zertifikat

Ein Zertifikat ist eine, von einer Bank herausgegebene, Schuldverschreibung, deren Wertentwicklung von der Wertentwicklung anderer Finanzprodukte abhängt. Im Gegensatz zu einer Standardanleihe gewährt ein Zertifikat die Teilhabe am Erfolg oder Misserfolg eines Börsengeschäfts. Zertifikate können daher für den Käufer völlig unterschiedliche Ertragschancen und Verlustrisiken beinhalten. Zertifikate zählen zu den strukturierten Finanzprodukten und stellen eine Möglichkeit dar, komplexe Anlagestrategien zu verfolgen.
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